Junge Dame trägt einen Schlafanzug, während sie neben ihrem Bett sitzt und grinst.
Gut ausgeschlafen beginnt der Tag mit einem Lächeln

Ein- und Durchschlafprobleme im Alter sind ein weitverbreitetes Phänomen, werden aber in der Gesellschaft häufig heruntergespielt. Als senile Bettflucht wird es zum Beispiel oft scherzhaft bezeichnet, wenn es ältere Menschen nachts oder frühmorgens aus dem Bett treibt.

Gar nicht komisch finden das allerdings die Betroffenen, die nicht selten unter dauerhafter Müdigkeit leiden. Die gute Nachricht: Älter werden und erholsam schlafen schließen sich keineswegs aus.

Schlafveränderungen sind ganz natürlich

Eines vorweg: Dass sich der Schlaf mit dem Älterwerden verändert ist ganz normal. Das Schlafbedürfnis nimmt bei vielen Menschen ab. Oftmals werden Langschläfer im Alter zu Kurzschläfern und auch die Tiefschlafphasen nehmen ab.

Unter Umständen muss man sich daran erst einmal gewöhnen. Prüfen Sie also zunächst, ob Sie wirklich noch müde sind oder ob Sie lediglich glauben, Sie müssten noch müde sein, weil Sie früher mehr geschlafen haben.

Gehen Sie Ihrem Schlafproblem auf den Grund

Nicht jedes Schlafproblem ist behandlungsbedürftig. Sobald es allerdings anfängt, Sie zu belasten, ist es an der Zeit, etwas dagegen zu tun. Das ist meist dann der Fall, wenn man sich dauerhaft unausgeruht fühlt und eine Besserung nicht in Sicht ist. Die gute Nachricht ist: Viele Schlafprobleme lassen sich mit wenig Aufwand selbst beseitigen. Dafür muss man allerdings zunächst einmal Ursachenforschung betreiben.

Man sieht ein Zimmer mit einem Bettgestell und der angesprochenen Matratze, die sich Purotex-Visko-Wendematratze nennt.
Purotex-Visko-Wendematratze

Auslöser, die den Tagesablauf betreffen:

  • Genussmittel, wie Kaffee, schwarzer Tee oder Alkohol
  • Stress
  • zu frühes ins Bett gehen
  • unregelmäßige Aufstehzeiten
  • zu wenig Aktivität am Tag

Klassische Auslöser im Schlafzimmer selbst:

  • die Raumtemperatur
  • Geräusche, die den Schlaf unterbrechen
  • ein schlecht abgedunkeltes Schlafzimmer
  • die Wärmeeigenschaften der Bettwaren
  • falsche oder durchgelegene Matratzen
  • Schnarchen

Lösungen für den Tagesablauf: Geben Sie Ihrer inneren Uhr einen neuen Takt

Schwarzer Massagesessel mit Aufstehfunktion im hochgefahrenen Zustand.
Aufsteh-Sessel mit Massagefunktion

Die erste Gruppe von Auslösern lässt sich oft schon mit einigen wenigen Änderungen der täglichen Routine beeinflussen. Der wichtigste Tipp: Bringen Sie Regelmäßigkeit in Ihren Tagesablauf. Stehen Sie immer zur gleichen Zeit auf, unabhängig davon, wie viel oder wie wenig Sie in der Nacht zuvor geschlafen haben.

Vermeiden Sie außerdem ausgiebige Schlafpausen tagsüber, ein kurzes Nickerchen hingegen ist erlaubt. Legen Sie sich dafür aber nicht ins Bett. Vielen Menschen fällt es sehr schwer, die Schlafdauer zu begrenzen, wenn sie erst einmal richtigliegen. Vielleicht können Sie sich für solche Gelegenheiten einen bequemen Relaxsessel mit Liegefunktion anschaffen, darin lässt es sich wunderbar entspannen.

Am Abend sollten Sie es genau andersherum halten: Gehen Sie immer erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind, so verhindern Sie Einschlafschwierigkeiten. Sorgen Sie außerdem für ausreichend Aktivität am Tag. Treffen Sie sich mit Freuden und machen Sie Sport, damit bauen Sie auch gleich Stress ab. Vielleicht kommt auch eine ehrenamtliche Tätigkeit infrage? Reduzieren Sie außerdem Ihren Kaffee-, Tee- und Alkoholkonsum.

Lösungen fürs Schlafzimmer: Schaffen Sie sich eine Oase der Ruhe

Lösen Ursachen im Schlafzimmer selbst die Schlafstörungen aus, lässt sich dagegen ebenso effektiv etwas tun. Lüften Sie das Zimmer regelmäßig und achten Sie vor allem darauf, dass es nicht zu warm ist. Wenn Sie sehr hellhörig sind und bei Geräuschen schnell wach werden, sollten Sie nachts die Fenster und gegebenenfalls auch die Türen schließen. Ist Schnarchen das Problem hilft dem Schnarchenden zum Beispiel ein Schnarchstopper, dem Partner ein paar gute Ohrenstöpsel. Auch beruhigender Lavendelduft kann Abhilfe schaffen.

Lösungen fürs Bett: Die passende Ausstattung macht den Unterschied

In einigen Fällen sind das Bett, die Decken und die Kopfkissen verantwortlich für das Schlafproblem. Häufig sind sie entweder veraltet oder es sind schlicht die falschen. Dabei gibt es inzwischen für alle Schlafvorlieben die richtige Ausstattung. Unabhängig von allen Empfehlungen sollten Sie aber immer beachten, dass Ihr Bett und Ihre Bettwaren nicht irgendeinem, sondern Ihrem persönlichen Standard entsprechen müssen. Entscheiden Sie also selbst, was Ihnen guttut.

Mann liegt auf einer Matratzenauflage und lächelt in die Kamera.
Mit einer guten Matratzenauflage schlafen Sie gesünder

Die Matratzen
Sind die Matratzen durchgelegen, wirkt sich das erheblich auf die Schlafqualität aus, im schlechtesten Fall entstehen sogar Rückenprobleme. Gleiches gilt, wenn die Matratzen zu weich oder zu hart für das eigene Körpergewicht sind. Schlafen Sie zu zweit in einem Bett auf einer durchgehenden Matratze, sollten Sie überlegen, ob es nicht besser ist, zwei Einzelmatratzen anzuschaffen.

So wird man nicht gestört, wenn der Partner sich umdreht oder aufsteht. Wenn Sie die berühmte Besucherritze fürchten, können Sie mit einem Topper oder einer viscoelastischen Matratzenauflage für eine durchgehende Liegefläche sorgen.

Das Bett
Manchmal ist auch das Bettsystem selbst nicht das richtige. In diesem Fall verschafft Ihnen möglicherweise ein bequemes Boxspringbett die nötige Nachtruhe. Ein toller Nebeneffekt: Die Ein- und Ausstiegshöhe ist bei Boxspringbetten besonders komfortabel.

Decken und Kissen
Prüfen Sie auch, ob Decken und Kissen zu Ihren Schlafgewohnheiten passen. Decken sollten weder zu dick noch zu dünn sein. Wer nachts friert oder schwitzt, schläft nicht gut. Orientieren Sie sich deshalb bei der Wahl von Decken und Bettwäsche an Ihrer üblichen Schlafkleidung und der Raumtemperatur. Kopfkissen sollten immer an die bevorzugte Schlafposition angepasst werden.

Ein orthopädisches Kniekissen ist zwischen die Knie einer jungen Dame geklemmt.
Ein Orthopädisches Kniekissen entlastet die Beine während des Schlafens

Es gibt Spezialkissen für Rücken-, Bauch- und Seitenschläfer. Viele Seitenschläfer schätzen ein zusätzliches Knie-Kissen, zum Beispiel aus viskoelastischem Schaum. Wer unter schweren Beinen leidet, kann mit einem speziellen Venenkissen etwas dagegen tun. Die passende Ausstattung finden Sie zum Beispiel im Sanpura Onlineshop.

Professionelle Hilfe bei hartnäckigen Fällen

Im besten Fall finden Sie mit einer veränderten Alltagsroutine und einigen neuen Schlafutensilien zurück zu einem erholsamen Schlaf. Falls nicht, sollten Sie nicht zögern und sobald wie möglich einen Arzt aufsuchen. Denn auch, wenn das in der Gesellschaft manchmal so vermittelt wird: Niemand muss sich mit Schlafstörungen abfinden – auch im Alter nicht.

Gesunder Schlaf im Alter – nachts richtig erholen