Dass die Mobilität im Alter abnimmt, ist kein Geheimnis. Ein Elektromobil sorgt dafür, dass Sie dennoch Mobil im Alter sind. Das elektrische Fahrzeug bringt Sie schnell zu Ihren Bekannten, zum Café und zum Supermarkt. Dafür brauchen Sie also weder einen Führerschein, noch eine Fahrerlaubnis.

Ein Elektromobil in der Farbe silber.
Ein sogenanntes Elektro-Trike mit eingebautem Staufach und vielen weiteren Sicherheits-Extras.

Was ist ein Elektromobil und was kann es?

Ein Elektromobil ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet, denen längere Fußwege schwerfallen. Sie können jedoch selbstständig in das Fahrzeug ein- und aussteigen und dieses problemlos lenken. Für einen einfachen Einstieg sind viele Modelle daher mit einem drehbaren Sitz ausgestattet.

Das Elektromobil ist ein guter Begleiter im Alltag und hilft immens bei längeren Gehstrecken, die zu Fuß sehr anstrengend wären. Es unterstützt die Mobilität im Alter und erhält Ihre Selbstständigkeit. Im Gegensatz zum Elektrorollstuhl wird das Elektromobil überwiegend im Freien verwendet.

In den Wohnräumen ist es aufgrund der Größe jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht geeignet. Mit einem Elektromobil können Sie beispielsweise:

  • im Park „spazieren fahren“
  • zum Supermarkt fahren
  • in die Stadt fahren
  • Freunde, Familie oder Bekannte besuchen

Unterscheidungsmerkmale beim Elektromobil

  • Zum Reisen: Transportierbar und leicht zeigt sich der Reisescooter. Diese Scooter können durch ihre kleine Bauart auch in der Wohnung eingesetzt werden. Sie eignen sich daher für kürzere Strecken in die Stadt und zum Supermarkt. Einige Modelle können mit wenigen Handgriffen in mehrere Teile zerlegt werden und passen problemlos ins Auto.
  • Hohe Leistung: Für längere Strecken und die ausschließliche Nutzung im Freien eignen sich Elektromobile mit Power. Bis zu 15 km/h können diese Elektromobile zurücklegen. Dafür sind sie auch entsprechend schwer. Für die Mitnahme im Auto sind sie jedoch nur bedingt geeignet. Einige Motoren bringen Sie pro Aufladung bis zu 60 Kilometer weit.
  • Mit oder ohne Joystick: Die meisten Elektromobile verfügen über einen Lenker. Einige Modelle verzichten jedoch auf den Lenker und besitzen stattdessen einen Joystick an der Armlehne. Diese Modelle werden allerdings als Elektrorollstuhl bezeichnet. Sie eignen sich für Menschen, die eingeschränkt bewegungsfähig sind und alleine in den Stuhl ein- und aussteigen können.
  • Drei oder vier Räder: Elektromobile gibt es mit drei oder vier Rädern. Modelle mit drei Rädern eignen sich beispielsweise für die Stadt, das Einkaufszentrum und kürzere Strecken. Modelle mit vier Rädern versprechen dafür mehr Stabilität und Sicherheit. Sie eignen sich demnach für längere Strecken und unebenes Gelände.
  • Dach: Eine praktische Ausstattung ist das Dach bei den Elektromobilen. So können Sie wetterunabhängig die frische Luft genießen und Ihre Einkäufe vor Regen schützen. Einige Modelle verfügen über ein fest integriertes Dach, zum Beispiel Kabinenroller. Andere können durch Zubehörteile mit einem Sonnen- oder Regendach ausgestattet werden.

Elektromobile und Elektrorollstühle

Das Elektromobil kann eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h erreichen. Mit dieser Maximalgeschwindigkeit werden keine Fahrzeugzulassung und kein Führerschein benötigt. Dennoch kommen Fahrer flott von A nach B. Mit einem Einkaufskorb ausgestattet eignet sich der Senioren-Scooter für alltägliche Besorgungen und Spazierfahrten.

Elektromobile sollten dabei nicht mit einem Elektrorollstuhl verwechselt werden. Obwohl beide Mobilitätshilfen elektrisch betrieben werden, bestehen deutliche Unterschiede. Der Elektrorollstuhl verfügt nicht über eine Lenksäule und eignet sich für Personen, die überwiegend auf den Rollstuhl angewiesen. Dieser kann auch in der Wohnung verwendet werden. Ein Senioren-Scooter eignet sich für Fahrten im Freien und für Personen, die selbstständig auf den Scooter aufsteigen und diesen auch lenken können.

Ein Kabinenroller in schwarzer Ausführung. Im Gegensatz zu normalen Elektromobilen ist hier ein Dach verbaut.
Kabinenroller Lizzy in schwarz – eine Sonderform des Elektromobils.

Welches Elektromobil ist geeignet?

Für die Verwendung in der Wohnung ist der Senioren Scooter nicht geeignet. Aufgrund seiner Größe ist es schwer mit ihm durch die Wohnräume zu manövrieren. Dafür eignet er sich umso besser im Freien. Viele Modelle verfügen über einen Einkaufskorb und Platz im Fußraum. So können Sie selbstständig zum Supermarkt fahren oder die Natur bei einer Spazierfahrt genießen. Nach Gebrauch kann das Senioren Mobil an der Steckdose aufgeladen werden.

Es gibt verschiedene Arten von Senioren Scootern. Fahren Sie gerne auf dem Gelände spazieren, bevorzugen Sie ein robustes Modell. Für gemütliche Spazierfahrten in der Stadt ist ein leichteres Modell mit einem schwächeren Motor ausreichend.

Als Reisescooter wird ein Senioren Elektro Scooter mit geringerem Gewicht bezeichnet, der zum leichteren Transport in verschiedene Teile zerlegt werden kann. Viele Modelle können ohne großen Aufwand im Auto transportiert werden. Solche Elektromobile eignen sich mit einer Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h für gemütliche Spazierfahrten.

Legen Sie täglich größere Strecken zurück, wählen Sie einen Senioren Scooter mit einem leistungsstarken Motor und großen Akku. Diese Fahrzeuge sind größer und schwerer, erreichen jedoch eine Geschwindigkeit von 15 km/h. Mit einer Aufladung kommen diese bis zu 60 Kilometer weit.

Ein klappbarer Elektroscooter.
Faltbares Elektromobil – sehr praktisch für unterwegs

Faltbare Elektroscooter für mehr Flexibilität

Es lassen sich zwar viele Elektromobile in Einzelteile aufteilen, aber nur wenige lassen sich komplett zusammenfalten. Solche Modelle sind einfacher gebaut und haben meist kleinere Ausmaße. Wenn Sie häufig mit dem Auto unterwegs sind, bietet sich solch ein Elektromobil besonders an.

Durch den Klappmechanismus können Sie den Elektroscooter zudem problemlos in ihrer Wohnung verstauen, beispielsweise im Flur. Bei Bedarf klappen Sie das Elektromobil einfach wieder eine seine Ursprungsform und schon kann es wieder losgehen.

Sonstige Faktoren beim Kauf

Unabhängig von der Art Ihres Elektromobils gibt es Modelle mit unterschiedlicher Ausstattung und praktische Zubehörteile wie beispielsweise:

  • Scheinwerfer, Blinker und Reflektoren – diese Sicherheitsausstattung hat jedes Modell
  • Tacho, Kilometerzähler, Temperaturanzeige, eine Uhr und eine Batterieanzeige
  • Drehbarer Sitz zum einfachen Einstieg sowie verstellbare Lehnen
  • Verstellbare Lenksäule
  • Ersatzakkus
  • Stauraum an den Beinen oder ein Korb
  • Schutzbezüge für die Sitzfläche oder das gesamte Fahrzeug bei Nichtgebrauch
  • Anhängerkupplung mit Anhänger
  • Anhängbare Taschen

Kosten, Pflege und Wartung eines Elektromobils

Die Anschaffung eines Elektromobils ist eine größere Investition, doch es kann die Lebensqualität nachhaltig verbessern. Spaziergänge und Besuche bei Freunden sind ohne fremde Hilfe und ohne eigenes Auto möglich. Dafür müssen Sie jedoch mit einem Anschaffungspreis von 1.500 Euro bis 8.000 Euro rechnen. Teilweise können die Anschaffungskosten von der Krankenkasse übernommen werden. Sprechen Sie vor dem Kauf mit Ihrem Arzt.

Die Wartungs- und Unterhaltungskosten eines Elektromobils fallen dagegen gering aus. Pro 100 Kilometer kostet das Fahrzeug nur ca. einen Euro Strom. Die Wartung beschränkt sich auf die Überprüfung der Leuchten und Blinker. Zusätzlich sollte das Fahrzeug regelmäßig von Schmutz befreit werden. Beachten Sie dabei die Anweisungen des Herstellers und putzen Sie nicht die empfindliche Elektronik des Fahrzeugs. Kostspielig können nur eventuelle Reparaturen im Schadensfall werden.

Sechs Tipps für den Kauf des richtigen Elektromobils

Aufgrund des hohen Anschaffungspreises sollten Sie sich vor dem Kauf gut informieren und die folgenden Tipps beachten:

  1. Die Art des Elektromobils: Gelände- oder Reisescooter? Ihre Wahl ist von dem hauptsächlichen Einsatzort abhängig. Während Sie einen Reisescooter auch auf unebenen Gelände fahren können, ist dieser im Auto nur eingeschränkt transportfähig.
  2. Fahrbarkeit: Der Senioren Scooter sollte einfach starten und einfach zu fahren sein. Achten Sie darauf, dass Sie ohne Mühen bremsen und den Blinker betätigen können. Ein großes Display mit Tacho und Kilometerzähler und Zusatzfunktionen wie eine Uhr und Temperaturanzeige sind weitere Pluspunkte.
  3. Leistung: Möchten Sie größere Strecken zurücklegen, wählen Sie ein Modell mit der Höchstgeschwindigkeit von 15km/h. Kommt das Elektromobil nur gelegentlich und für kurze Fahrten zum Einsatz, ist ein Fahrzeug mit einer Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h ausreichend. Ein Modell mit vier Rädern lässt sich nicht so einfach aus dem Gleichgewicht bringen.
  4. Leistungsstarker Akku: Bis zu 60 Kilometer weit können Leistungsstarke mit einer Aufladung fahren. Doch auch wenn Sie diese Leistungsgrenze nie ausreizen, fahren Sie mit einem sicheren Gefühl. Wählen Sie ein Modell mit Akkuanzeige und laden Sie Ihr Fahrzeug rechtzeitig auf.
  5. Belastbarkeit: Achten Sie auf die maximale Zuladung. Diese wird bei jedem Fahrzeug in Kilogramm angegeben. Das bedeutet, dass das Körpergewicht des Fahrers und die Einkäufe oder Taschen die maximale Zuladung nicht überschreiten dürfen.
  6. Ausstattung: Sicherheitsausstattung wie Scheinwerfer, Blinker und Reflektoren gehören zu jedem Elektromobil. Zusätzlich sollte das Fahrzeug über einen drehbaren Sitz für einen leichteren Einstieg und eine höhenverstellbare Lenksäule verfügen. Nützliche Zusätze sind daher ein Einkaufskorb, ein Dach, ein Ersatzakku, Schutzbezüge und eine Anhängerkupplung.

Lassen Sie sich vor dem Kauf ihres Wunschmodells ausführlich beraten. Sanpura informiert Sie gerne unverbindlich per Telefon.

Hier klicken um Bewertung abzugeben.
[Bewertungen: 0]
Elektromobil-Ratgeber – was gibt zu beachten?